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Sparte Tourismus und Freizeitwirtschaft der WKS: „Weg mit neuer Strafsteuer für den Tourismus!“

Albert Ebner: „Schröpfaktion gegen den Tourismus gehört raus aus dem Sparpaket!“

Salzburg, 21. Februar 2012/WKS. Auf massive Kritik des Salzburger Tourismus stößt die so-genannte „Auflösungsabgabe“, die im Zuge des Sparpakets als Gebühr auf Kündigungen vorgesehen ist. Demnach sollen Unternehmen ab 2013 für jeden Arbeitnehmer, der gekündigt wird oder von dem sich der Betrieb einvernehmlich trennt, 110 € ans AMS zahlen. „Dies würde die saisonabhängige Tourismuswirtschaft überproportional hart treffen. Denn viele Betriebe sind, weil es die Witterung nicht anders zulässt, Saisonbetriebe. Hier wird ja nicht aus Jux und Tollerei gekündigt, sondern weil ein ganzjähriger Betrieb trotz vielfältiger Bemühungen der Branche, die Saisonen zu verlängern, einfach von der Nachfragesituation her nicht machbar ist. 110 € pro gekündigtem Mitarbeiter wären eine arbeitsmarktpolitische Strafsteuer auf Österreichs Witterungsverhältnisse, die besonders den Tourismus in Mitleidenschaft zieht. Das können wir auf keinen Fall akzeptieren!“, betont der Obmann der Sparte Tourismus und Freizeitwirtschaft, Albert Ebner.

„Die heimische Tourismuswirtschaft, insbesondere der Wintertourismus in den westlichen Bundesländern, hat auch in der Krise investiert und die Beschäftigung auf hohem Niveau gehalten. Für viele Branchen ist ein florierender Tourismus, insbesondere in Westösterreich, als Wirtschaftsmotor unverzichtbar. Jetzt gerade die von Saisonen abhängigen Unternehmen derart zu bestrafen, ist sicher der falsche Weg der Staatssanierung und eine veritable Konjunkturbremse“, resümiert Ebner: „Diese Arbeitsmarktabgabe gegen die Wirtschaft, die saisonal abhängige Betriebe besonders schröpft, gehört raus aus dem Paket!“

Reinhold Hauk